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Artists for Future – Ausstellung in der Galerie der Global 3000 Group in Berlin

Dieses Jahr habe ich angefangen Notizen zum Klimawandel zu machen.
Meine Fragen dabei waren beispielsweise, wie die Kommunikation über den Klimawandel effizienter gestaltet werden könnte, inwieweit es auch ein moralisches Thema ist, warum Menschen sich schon immer mit Weltuntergangs-Szenarien beschäftigt haben und warum seit so vielen Jahren nichts passiert.
Einige meiner Ideen und Gedanken habe ich zuletzt in dem Beitrag „Notes for Sustainability“ zusammengefasst.

Neben den digitalen Formen gibt es aber natürlich auch die originalen Notizbücher – kleine Hefte voller Skizzen, Ideen und Bilder.
Mit diesen Notizbüchern versuche ich Themen zu finden und einzugrenzen. Gedanken werden kurz, auf ein bis zwei Seiten festgehalten und sind anschließend Grundlage für Texte und Serien mit eigenen künstlerischen Arbeiten, Malerei und Fotografie.

Aus diesen Heften sind beispielsweise viele Ideen für meine Beiträge zur Atomenergie, zum Wald und zur Kommunikation über den Klimawandel entstanden. 

Jetzt freue ich mich sehr, diese Notizen in der Galerie der Global 3000 Group in Berlin auszustellen. Es sind nicht nur kleine Hefte – dahinter stecken Ideen, Wünsche und Hoffnungen und vor allem bin ich auch sehr gespannt und neugierig die anderen Künstler kennen zu lernen. Ich freue mich auf den gemeinsamen Austausch und das Künstlergespräch am 15. November. Eine volle Zeit mit Ausstellung, Vortrag und Gesprächen…

Ausstellung “Artists for Future” in der Galerie der Global 3000 Group e.V.

Ort: Galerie der Global 3000 Group e.V.,
Leuschnerdamm 19, 10999 Berlin

TERMINE: 

Vernissage Freitag 1. November, 19:00 Uhr.
Tanzperformance: Olga Drachuk-Meyer: The Trial of Liberation
Das VLQ – Very Large Quartet singt a capella Folk- und Popsongs in beschwingten Barbershop-Arrangements.

Vortrag mit Gespräch Freitag 8. November, 19:00 Uhr,
Dipl.-Ing. Matthias Schnauss, Büro für Nachhaltige Entwicklung: “Suchbewegungen auf dem Weg zum Guten Leben. – Bisherige und aktuelle Nachhaltigkeitsbewegungen. Wie kann es weiter gehen?”
Ausstellung ab 17 Uhr

Künstlergespräch Freitag 15. November, 19:00 Uhr.
Künster/innen der Ausstellung stellen persönlich anwesend und per Skype ihre Werke vor und sprechen mit Gästen darüber.
Ausstellung ab 17 Uhr

Workshop Freitag 22. November, 17:00 – 19:00 Uhr:
Wie können Künstler/innen ihren ökologischen Fußabdruck verringern? Thema ist ihre Alltagspraxis, die Wahl ihrer Materialien, ihr Reisen und Transport. Moderation Tom Albrecht (In deutsch)
Ausstellung ab 17 Uhr

Ausstellung Freitag 29. November, 17:00-20:00 Uhr.
Die Künstlerin Alexa Helbig ist anwesend.

Tom Albrecht: Die Zukunft ist offen. Ein gemeinsames Würfelspiel um persönliche Visionen. Freitag 6. Dezember, 19:00 Uhr. 
Ausstellung ab 17 Uhr. Die Künstlerin Lioba von den Driesch ist anwesend.

Finissage Freitag 13. Dezember, 19:00 Uhr.
Yamka Muna mit Musik-Performance: equinoxtinction
Rosa Schmidt mit Hybrid Walking Act: INDIGO HABITAT/NORDOSTZIRKULATIONEN
Ausstellung ab 17 Uhr

Ort: Galerie der Global 3000 Group e.V.,
Leuschnerdamm 19, 10999 Berlin
U8 Moritzplatz, U1 Kottbussertor, M29 Oranienplatz, Bus 147 Michaelkirchplatz

Bon(n) Expérimental – Fotos aus Bonn

In diesem Beitrag möchte ich analoge fotografische Experimente und interessante Fotos sammeln. Gespickt wird das Ganze dazu nach und nach mit weiterführenden Beobachtungen und Gedanken.

Was ist ein gutes Foto? Was macht es interessant? 

Technische Leistungen sind auf jeden Fall interessant. Nach ausgeklügeltem Plan, vorab erprobt und schließlich von erfahrener Hand exakt ausgeführt…
Handwerkliches Geschick und wiederholbare Ergebnisse machen viel vom Wert einer fotografischen Arbeit aus.

Wo es gemacht wurde ist ebenfalls sehr wichtig. New York ist cooler als Bonn. Fotos von einer langen, exotischen Reise sind oft interessant und machen Spaß anzuschauen.  

Wer es gemacht hat ist wie bei jedem Kunstwerk wichtig.
Fotos von Meistern und Pionieren wie Josef Sudek, Henri Cartier-Bresson oder Robert Frank sind per se Kostbarkeiten.
Schluss­end­lich kann auch die Kamera dem Foto einen gewissen Wert geben. Es gibt legendäre und berühmte Kameras, echte Klassiker.
Fotos einer Leica M oder einer Hasselblad 500er Kamera schauen wir allein deshalb ehrfürchtig an, weil sie mechanische, technische Wunderwerke und ziemlich teuer sind. 

Meine Fotos in den hier folgenden Serien erfüllen nicht eines dieser Kriterien. 

Technisch sind sie keinesfalls brillant: Meine Filme sind meistens nicht perfekt belichtet und einfach bei Raumtemperatur nach Bauchgefühl entwickelt. 

Fotos aus New York habe ich zwar auch, für diesen Beitrag sammele ich jedoch nur fotografische Eindrücke im Radius meiner täglichen Fahrradrunden, aus Bonn. 

Ich bin keine Legende im Olymp der weltberühmten Fotografen und meine Zorki sieht zwar tatsächlich ein bisschen wie eine Leica aus, hat aber nur zwanzig Euro gekostet. 

„Das Unwichtigste bei der Aufnahme einer guten Rock ’n’ Roll-Platte ist die technische Ausstattung deines Studios“ – Keith Richards, Rolling Stones

Der Begriff Fotografie meint wörtlich „zeichnen mit Licht“.
Analoge Fotografie ist für mich ein bisschen wie Malerei: Das Bild ist aus einem Guss und hat in sich eine besondere Ganzheit, wie man sie auch in geglückten malerischen Arbeiten findet.
Wie in meinen gemalten Bildern, versuche ich auch meine Fotos einem Prozess auszusetzen. Die Spuren der Interventionen, verschiedene Einflüsse und materialimmanente Eigenheiten sind schließlich mit im fertigen Bild und machen es, wenn alles gut läuft, zu einem interessanten, authentischen und ein Stück weit wahreren Werk.

Der erste Film mit meiner mittlerweile heißgeliebten Zorki 4K Sucherkamera. Gleichzeitig auch mein erster selbst entwickelter Film.
Nach langem Kampf beim Einspulen im Wechselsack ist alles sehr stark zerkratzt. Außerdem hatte der Vorhang der Kamera ein riesiges Lichtleck, was ich erst anschließend mit Latex geflickt habe: 

Man kann seine fotografische Abenteuerlust auch ausleben, ohne weit weg zu fahren.  „Bon(n) Expérimental – Fotos aus Bonn“ weiterlesen

Kind unter Regenbogen

Notes for Sustainability

Gedanken über die Zukunft, Veränderung und Entwicklung. 

Alles ist möglich, wenn wir es uns vorstellen können. Wir brauchen Bilder davon, wie eine heile Welt aussieht.
Was ist das gute Leben, dass sich alle wünschen?

Erste Seite meines ersten Notizbuchs

Diesen Winter habe ich angefangen Notizbücher zu führen und Gedanken über den Klimawandel, über die Zukunft und über gesellschaftliche Probleme gesammelt.
Jetzt sind zwei Bücher vollgemalt und vollgeschrieben und hier möchte ich einen kleinen Einblick geben.

Seit vielen Jahren sehen wir immer weiter diese düsteren Prognosen, immer wärmere Kurven, immer mehr rote Diagramme und wir rutschen und schwitzen von einem heißesten Jahr zum nächsten. Die ganze Erkenntnis nützt ja nichts. Ich glaube niemand ändert gerne sein Verhalten um etwas zu vermeiden. Sehr viel motivierender ist es doch, das Verhalten zu ändern um etwas zu gewinnen. Wir gehen ja auch nicht arbeiten um weniger Geld zu verlieren, sondern stehen gerne früher auf, wenn wir dafür belohnt werden. 

CO2 = Diamant und Sauerstoff

Wie sieht die Zukunft aus, die wir uns wünschen? Es bringt nichts, den Menschen mit Schreckensszenarien Angst zu machen. Bilder vom Weltuntergang haben wir inzwischen genug gesehen. Aber was ist die Welt, die wir aufbauen wollen? Wie wäre die Welt, wenn wir einen Wunsch frei hätten, wenn wir zaubern könnten? 

„Schönheit ist notwendig um den Menschen Veränderungen schmackhaft zu machen. Unser Verlangen nach Schönheit und neuen Erfahrungen treibt uns an.“  – Daan Roosegaarde, niederländischer Künstler 

Heute sind es nicht nur Künstler und Handwerker, die Schönes erschaffen. Heute sind ebenso Wissenschaftler, Ingenieure, Journalisten, Politiker und Informatiker am Gestalten der Zukunftsbilder beteiligt.
An der ersten Mondlandung sehen wir z.B. wie viele Menschen in kürzester Zeit ein gemeinsames Ziel erreichen und dabei technisch weit über ihren vormaligen Horizont hinauswachsen können.

Stadt am Meer

Die wichtigste Aufgabe eines Raumschiffes ist, das Überleben der Mannschaft zu sichern. Die Erde ist unser einziges Raumschiff und wir haben verstanden, dass sie bei unserer Fahrweise Fehlfunktionen bekommt, kaputt gehen kann und nach all den Jahren der Industrialisierung auch einmal gewartet werden muss.
Umwelt- und Naturschutz dienen deswegen dem langfristigen Sichern unseres Überlebens und sind kein Gutmenschentum. 

Das Ende ist nah! „Notes for Sustainability“ weiterlesen

Einblick und Standpunkte zum Wald

Nicht nur im Märchen kann man sich im Wald verlieren. Wald bedeckt ein Drittel unseres Landes und ohne menschliches Zutun wäre ganz Deutschland tief unter einem riesigen Wald versteckt. 

Der „Deutsche Wald“ ist voller Romantik, Sehnsüchte, Ängste und überhaupt kulturell sehr aufgeladen. Ein Spaziergang durch den Wald macht beschwingt, vergnügt, frohgemut und munter.

Wie z.B. das Genre „Porträt“ bietet auch der Wald unendlich viele künstlerische Motive. Joseph Beuys Kunstwerk „7000 Eichen – Stadtverwaldung statt Stadtverwaltung“ war exemplarisch für die 80er Jahre. Auch heute gibt es an vielen Orten Waldkunstpfade und Künstler, die sich mit Wald, Holz und allem was dazugehört beschäftigen.

Die Verbindung der Lebewesen untereinander ist, neben der Funktion des Einzelnen, Teil des Systems Wald. Mit Aquarell und Tusche habe ich erste Eindrücke vom Wald als ganzheitlichem Ökosystem festgehalten. Hier eine Auswahl mit Arbeiten auf Papier, alle 36 x 48 cm

Ich habe mich mit dem Wald beschäftigt, weil der Wald für mich der Inbegriff für Natur ist. Will ich Natur erleben, gehe ich in den Wald. In Deutschland haben wir herrliche Laubwälder, finstere Nadelwälder, große Naturschutzgebiete… Neben fast jeder Stadt ist auch ein Wald, der als „grüne Lunge“ und als Naherholungsgebiet dient. Bei all den Waldflächen überall mag man dann auch kaum glauben, dass es hier schon sehr lange kaum noch völlig „natürliche“ wilde Wälder gibt. Die meisten Wälder gehören jemandem und werden intensiv genutzt. Forstwirtschaft und Jagd folgen festen Regeln und Abläufen und prägen quasi sämtliche bewaldete Flächen in Deutschland und überhaupt in weiten Teilen der Welt. „Einblick und Standpunkte zum Wald“ weiterlesen

Atomenergie – Verstrahlte Fotos aus Tschernobyl

Die Sperrzone rund um das Atomkraftwerk von Tschernobyl ist mit 2600 km² etwas größer als das Saarland bzw. ziemlich genau gleich groß wie Luxemburg. Es ist ein riesiges Gebiet, welches an manchen Hotspots immer noch so verstrahlt ist, dass bereits wenige Stunden vor Ort für einen Menschen tödlich wären.
Neben diesen Hotspots ist ein mehr oder weniger vergnügtes Leben aber durchaus möglich. Die Natur hat inzwischen weite Teile des von den Menschen verlassenen Landes zurückerobert. Die Sperrzone ist fast wie ein Naturreservat und es gibt dort viele seltene Tierarten, Wölfe, Bären, wilde Przewalski-Pferde und sogar Seeadler.

Am Checkpoint Dytiatky beginnt die Sperrzone

Von Kiew aus habe ich eine Exkursion in das Sperrgebiet unternommen und viele Fotos gemacht.
Für die Strahlung hauptsächlich verantwortlich ist Caesium-137, welches das Gebiet mit der besonders durchdringenden Gammastrahlung (auch ​ɣ-Strahlung) radioaktiv verseucht.
Die meisten radioaktiven Stoffe liegen inzwischen unter einer etwa 30 Zentimeter tiefen Erdschicht begraben oder haben sich zersetzt. So ist die Strahlenbelastung für Besucher heute nur noch etwa 1 % des Wertes vom April 1986, direkt nach der Katastrophe. Wenn man 30 Bananen isst, bekommt man wahrscheinlich mehr Radioaktivität ab, als bei einem Tag in Tschernobyl.
Mein Dosimeter misst die aufgenommene, ionisierte Strahlung. Das ist vor allem die Gammastrahlung. Wie es speziell mit Alpha- und Betastrahlern aussieht, weiß man nicht – das Inhalieren oder Schlucken von radioaktivem Staub oder Wasser wäre jedenfalls ziemlich heftig. Freunde der Atomenergie vergessen oft gerne, dass es verschiedene Arten radioaktiver Strahlung gibt. Deswegen ist es auch nur die halbe Wahrheit, wenn man ein kontaminiertes Gebiet ausschließlich über die oberflächlich gemessene Hintergrundstrahlung definiert. Rund um Tschernobyl wird nirgends gebuddelt und alle Leitungen und Rohre nach der Katastrophe sind oberirdisch verlegt.
Ein Besuch der Sperrzone ist im Rahmen einer geführten Tour sehr gut möglich und wird als touristische Abenteuerreise von Kiew aus für etwa 100 $ angeboten.

Fotos meiner Fahrt nach Tschernobyl:

Nach dem passieren des ersten Checkpoints im Dörfchen Dytiatky kommt man in die 30-km-Zone. Hier sind bereits verstreut verlassene Ortschaften und Hausruinen zu sehen, während man auf langen geraden Straßen immer weiter in das überwiegend bewaldete Gebiet hineinfährt. Im Radius von 10 Kilometern um den havarierten Atomreaktor kommt dann der zweite Checkpoint. Heute arbeiten immer noch viele Menschen im Sperrgebiet und ganz aktuell wurde durch das französische Konsortium Novarka das „New Safe Confinement“, kurz NSC gebaut. Die 1,5 Milliarden Euro teure zweite Schutzhülle wurde neben dem Unglücksreaktor gebaut und dann über den mittlerweile maroden alten Beton-Sarkophag geschoben – eine ingenieurmäßige Meisterleistung.
Direkt neben dem havarierten Reaktorblock ist ein Denkmal und es gibt eine Mensa, wo man zusammen mit den Arbeitern Mittagessen kann.  „Atomenergie – Verstrahlte Fotos aus Tschernobyl“ weiterlesen

Kreise, Kosmos und Kollisionen

Der Urknall

Kreise laden direkt zu philosophischen Eskapaden ein.
Diesen Sommer habe ich mich viel mit Kreisen beschäftigt. Parallel zur Arbeit an einer kleinen neuen Serie (10 Blätter à 56×76 cm) mit Aquarell, Öl und Tusche auf großem Büttenpapier habe ich versucht über den Anfang, das Ende, den Urknall und die Expansion des Universums nachzudenken. 

„Das Weltall ist ein Kreis, dessen Mittelpunkt überall, dessen Umfang nirgends ist.“ – Blaise Pascal

Egal was man nimmt, wenn man es lange genug teilt, halbiert und zerkleinert, am Ende wird man in einer abstrakten Dimension zu winzigen Teilchen kommen. 

Eher gasförmige Systeme

Teilchen die zu klein für eine weitere Teilung sind, messen wir eine kreisrunde Form zu. Hätten sie noch Kanten, könnte man sich zumindest vor dem inneren Auge eine weitere Teilung bzw. Zerberstung oder Absplitterung vorstellen. Aber ganz am Ende, wenn es einfach nicht mehr kleiner geht, ist man bei einem abstrakten runden Etwas angekommen. Etwas, dass vielleicht mehr Energie als Masse ist und irgendwo zwischen den Dingen existieren mag… 

Doch auch im allerkleinsten Punkt verliert die Kreisform nie ihr wesentliches Merkmal: Dass sie immer zwei Seiten hat, dass sie immer ein Inneres von einem Äußeren trennt. Dadurch, dass sie da ist, markiert sie einen Ort. Und egal wie groß oder klein, jeder Ort ist einer Kraft ausgesetzt und dadurch ist seine Form auch nie unendlich. 

„Denn alles Übrige hört auf, sich zu bewegen, wenn es an den ihm bestimmten Ort gelangt ist. Nur für den im Kreis sich bewegenden Körper fällt der Anfangs- und Endpunkt seiner Bewegung zusammen.“ – Aristoteles

Erste Verdichtungen, Krusten und Kreisfragmente

Möchte man sich die unendliche Größe des Weltalls vorstellen, kommt man abstrahiert auch immer wieder zu einer runden Kreisform. Im Unendlichen fällt es schwer an Kanten und Ecken zu denken, wären diese mit ihren Winkeln und Seiten doch viel zu umständlich, um nicht wiederum nur Teil von etwas noch Größerem zu sein. Eine gerade Kante bekommt irgendwann immer eine Beule. Straffe, feste Seiten fransen irgendwann aus, werden brüchiger und verteilen sich immer weiter. 
„Kreise, Kosmos und Kollisionen“ weiterlesen

Fotografieren in der Stadt

Der Sonnenuntergang über Jersey City, Millionen Lichter, die nach und nach überall angehen, ein ständiges Rauschen der Stadt hier oben, aber auch der leichte Abendwind, der warme Luft durch die Gitterstäbe trägt – es ist schon sehr beeindruckend mitten in Manhattan hoch oben auf einem Wolkenkratzer zu stehen und es fällt mir schwer zu glauben, dass das alles wirklich ist. 

Schöne Aussicht genießen. Hier ein paar Fotos von Menschen, die schauen: 

Fast wie ein Schutz, als Anker um nicht abzuheben, ist es da ganz beruhigend sich mit seiner Kamera zu beschäftigen, aufs Handy und auf irgendwelche Knöpfe zu drücken…
Oben auf der Besucherterrasse des Empire State Buildings in New York habe ich nun vier Stunden verbracht und mir einige Gedanken zum Fotografieren in der Stadt gemacht.

Es wurde noch nie so viel fotografiert wie heute. Fotos kosten nichts, mit dem Handy hat jeder überall eine brauchbare Kamera dabei und natürlich will man die Eindrücke der Reise auch teilen und muss dafür „Trophäen“ sammeln. Mit Filtern und einfacher Fotobearbeitung kann man schließlich sogar aus eher bescheidenen Aufnahmen noch eine ganze Menge machen.

Praktisch gibt es meiner Beobachtung nach drei Arten von Fotos, die man auf Reisen macht:  „Fotografieren in der Stadt“ weiterlesen

Fundstücke im S.Y.L.A.NTENHEIM

Auf den Tag genau fünf Jahre nach meinem letzten Aufenthalt bin ich dieses Jahr wieder mit einer Einzelausstellung im S. Y. L. A.N T E N H E I M in der Maxstraße 55 in Bonn.

2013 gab es mit der Ausstellung „Aus heiterem Himmel“ über 100 neue Ölbilder und Aquarelle zu sehen.
Jetzt, 2018, zeige ich noch bis zum 23. März alle neuen Arbeiten aus der Serie „Fundstücke II“, die ich mit dem Fahrrad am Rheinufer gesammelt habe.

Eröffnung und feierliche Ankunft war am Freitag den 9. März. Vielen Dank an alle Besucher! 

Die Arbeiten sind in lockerer „Wolkenhängung“ präsentiert. Das ist eine mehr installative Variation der Petersburger Hängung, wodurch sich die Bilder ergänzen und im Zusammenspiel auch eine ganz neue Wirkung entfalten können – wie man sie letztendlich aber aufhängt, ist dabei eigentlich nicht so wichtig.
Schön ist es so zu beobachten, wie sich das einzelne Bild verhält und wie es gemeinsam mit anderen aussehen und unterschiedlich wirken kann. Einige Bilder kann man auch drehen, um diesen Effekt auszuprobieren.

Als Schmankerl zeige ich außerdem über 100 meiner Lieblingsfotos aus den letzten 2 Jahren. Alle Fotos sind individuell und einzeln abgestimmt eingerahmt. Dabei reicht das Spektrum von glamourösem Gold mit Glitzer bis hin zum dezenten weißen Holzrahmen.

 

Das Klima retten, Ausstellungen und Auktionen

Bei der COP 23, der Klimakonferenz in Bonn, arbeite ich dieses Jahr als Volontär im Bereich ‚Side Events‘.
So ist jeder Tag voll mit wichtigen Themen, neuen Ideen und Impulsen, die man gerne weiter verfolgen möchte. Ein bisschen habe ich dazu hier geschrieben: This is totally happening!

 Parallel dazu hatten wir in meinem Atelier eine Ausstellung:
„Das Klima und Ich“

Dafür habe ich am 27. Oktober eine große Radrunde gedreht und einmal ganz untypisch nicht nur Bretter gesammelt:

Bei Linz fand ich eine Videokassettenhülle, bei Remagen eine Einbauküche und eine lange Latte, vor Rolandseck diverse Kabel und Seile und etwas nördlich von Bonn fischte ich einmal dieses große Nagelbrett aus dem Rhein – ein sehr solides Stück, mit dem ich aber lange Zeit nichts rechtes anzufangen wußte.
Bei jedem Fundstück freue ich mich insgeheim natürlich nicht nur über die Form, die Farbe, angeschrabbelte Ecken und Kanten, die Oberfläche… Oft wäre es doch auch spannend, wenn man wüsste was es eigentlich für eine Funktion hatte. Wo kommt es her? Warum ist es im Fluss gelandet?

Aus dem Video, dem Rohr, der langen Latte und etwas Stroh entstand nun meine Assemblage als Beitrag für unsere Klima-Ausstellung, Titel: „Das Rohr und die lange Latte :- alles muss Rhein“ 


Als Dozent beim Artefact Bonn nehme ich dieses Jahr an unserer Dozentenausstellung in der Graurheindorferstrasse teil.

3 Fundstücke bei der Dozentenausstellung

Vernissage: Donnerstag, 14. Dezember 2017 um 19:00 Uhr
Öffnungszeiten: 15.12.–17.12.2017 16:00–20:00 Uhr

arte fact – werkstatt für kunst e.V.
Graurheindorferstr. 69 53111 Bonn
www.artefact-bonn.de


Aktuell ist eines meiner Fundstücke in der GALERIE KLATOVY / KLENOVÁ (Tschechien) um anschließend zu Gunsten des Hospic svatého Lazara in Pilsen versteigert zu werden.

Ausstellung:
17.11. – 30.11. 2017
GALERIE KLATOVY / KLENOVÁ
Venisáž výstavy 16.11. 2017 | 18:00
Klenová 1

Auktion: 
01.12. 2017 | zahájení aukce 19:00
GREENSGATE GOLF & LEISURE RESORT
Horomyslická 1, Dýšina


In meiner Ateliergemeinschaft machen wir, wie auch letztes Jahr, eine vorweihnachtliche Benefiz Kunstversteigerung.

In der KunstBRENNEREI, Kölnstrasse 139-141, 53111 Bonn.

Die Auktion ist:
Samstag 2. Dezember 2017 ab 15:30 Uhr

Der Erlös der Versteigerung geht zu 100% an save me Bonn zur Unterstützung des Mentoren-Programms für Flüchtlinge.

Erfolgreich Malen III

Erfolgreich Malen III: Professionalität und Außenwirkung
Kann man von seiner Kunst leben? Wie in jedem Job, muss man dafür professionell arbeiten. Es gibt viele gute Gründe, den Schritt ins professionelle Künstlerleben zu wagen – wer es wirklich tut, wird aber auch wissen dass es eben nicht nur mit drei Schritten getan ist.

Dennoch möchte ich an dieser Stelle, um meine Serie „Erfolgreich Malen“ abzuschließen, kurz aufzeigen, wie das Bild nach außen treten kann und wie es ein erfolgreiches Bild sein könnte.

In drei Schritten zum erfolgreichen Bild:  „Erfolgreich Malen III“ weiterlesen