Lieblingskamera in New York

Was macht eine Lieblingskamera so kostbar? Ein Mensch, der sich geliebt fühlt, versprüht einen ganz besonderen Glanz. Aber können auch Dinge funkeln? Wollen Kameras lichte Augenblicke des Glücks erhaschen? Das Schillern der Morgenröte? Das Leuchten in den Augen? 

Weiter Blick von der Edge-Aussichtsplattform, 336 Meter hoch über der Stadt: 

Als Arete (griech. ἀρετή) beschreibt man die besondere Tauglichkeit einer Sache. Ihre wesentliche Qualität, durch die sie ihre Aufgabe erfüllt. Was wäre wohl dann die Arete meiner Lieblingskamera? Ich habe sie nach New York gebracht und mit ihr eine Woche lang ausführlich die Stadt erkundet. Meine Überlegung dazu war: Was würde sich eine Kamera wünschen, wenn sie könnte? Was wäre der Lebenstraum dieser kleinen alten Zorki? Und bevor es hier jetzt zu sentimental wird: An mich dachte ich auch. Ich wollte gerne in die Stadt. Dinge haben keine Seele. Ganz ehrlich, Name und Marke der Kamera sind für das Bild eigentlich gleichgültig. Vor allem, wenn man sich klar macht, dass das analoge Foto durchs Objektiv gemacht wird und auf Film entsteht. 

In Harlem habe ich gewohnt und hier war ich die meiste Zeit unterwegs: 

Wie Zauberstäbe brauchen auch Kameras einen Träger, eine Idee und eine Absicht dahinter. Ein Fotoapparat folgt im Moment des Auslösens strikt seinen eigenen technischen Gesetzmäßigkeiten. Als künstlerisches Instrument betrachtet sind Kameras jedoch nicht autonom. Äußere Umstände, Ideen, Wahrnehmungen, Überlegungen und sogar Gefühle des Fotografen spielen für das Bild ebenfalls eine wesentliche Rolle.

Letztendlich dachte ich einfach, weder gefühlsduselig noch völlig rational, mit meiner Lieblingskamera müsste ich doch sicher ganz besonders schöne Fotos machen können. Und New York war dann die ‚coolste‘ Stadt, die ich mir für diesen Versuch denken konnte.  „Lieblingskamera in New York“ weiterlesen

ORWO TC27

Berglabor und Fotoexperimente aus den Dolomiten

Mit vollem Rucksack bin ich im Juli in die Berge gefahren. Im Gepäck hatte ich jedoch nicht nur alle meine Lieblingskameras, sondern auch Wechselsack, Caffenol, Fixierer und Entwicklungsdöschen.

Ewig zu warten, bis man seine Ausbeute begutachten kann, erschien mir keine gute Lösung. Deswegen war sogar ein Reise-Scanner mit dabei. So hatte ich ein kleines, aber komplettes Berglabor und konnte drei Wochen lang ungestört arbeiten, Fotos machen und die Filme direkt entwickeln und anschauen.

Mir macht es sehr viel Spaß, neue Filme auszuprobieren. Dabei recherchiere ich vorher den Stil eines Films und versuche passende Themen und Motive zu finden. Filme mit stark S-förmiger Gradationskurve sehen beispielsweise oft besonders düster aus. Manche Filme schillern in silberigem Glanz und erinnern an alte Kinolegenden. Es gibt aber auch solide, robuste Klassiker wie den Kodak Tri-X 400. Das ist dann vielleicht langweiliger, funktioniert aber und liefert zuverlässige Ergebnisse.

Mein Caffenol-Rezept ist inzwischen ausgiebig erprobt und funktioniert eigentlich mit allen Filmen.

Caffenol-C-L
300 ml Wasser
5 g. Wasch-Soda
3 g. Vitamin C
12 g. Löslicher Kaffee
1 Meßlöffel (0,5-1 g.) Kaliumbromid

300 ml passen genau in eine kleine Jobo Filmentwicklungsdose. 70 Minuten Entwicklungszeit sind es bei 20 Grad. Die ersten 10 Minuten hin und wieder bewegen und vorsichtig schütteln. Anschließend 60 Minuten einfach nur stehen lassen.

Der Vorteil dieser Semi-Stand Entwicklung ist, dass sich das Caffenol anfangs gleichmäßig verteilt, danach wirkt der Entwickler aber ausgleichend. Ich habe das Gefühl, dass sich der Film nimmt, was er braucht. Caffenol C-L ist außerdem durch das wenige Soda nicht so stark und mit der langen Zeit von 70 Minuten ist es ein gutmütiges Entwickeln, welches manche Fehler verzeiht.


Hier die ersten Ergebnisse aus dem Berglabor. Morgendliche Schafherde auf dem Weg zur Alm und ein etwas makaberes Stillleben mit toten Mäusen und verwitterter, bemooster Barbiepuppe, die ich im Wald gefunden habe.

Eigentlich unfair zu erwähnen, dass es ein CFP Double-X Kinofilm ist, denn ich habe ihn so verhunzt, dass spezifische, filmimmanente Qualitäten keine Rolle mehr spielen. 

Fatal war: Ich hatte keinen Messbecher und nur ein zu kleines Marmeladenglas. Da ich mein frisch angerührtes Caffenol ohne Vorwässern nicht in einem Rutsch, sondern in zwei Anläufen in das Entwicklerdöschen geschüttet habe, ist eine unschöne Linie über den ganzen Film entstanden. Gleichmäßiges Eingießen und sanfte Bewegung am Anfang des Entwicklungsprozesses sind, wie man sieht, essenziell.


Umso feiner ist der nächste Film geworden. Tatsächlich ist es einer meiner Lieblingsfilme, der ORWO DN21. Weil er nur 16 ISO hat, kann man auch bei helllichtem Tage mit weit geöffneter Blende fotografieren und das Jupiter 9 Objektiv kann mit ihm seinen ganzen Charme entfalten.

Hier eine Auswahl mit dem ORWO DN21. Die Bilder wirken fein, scharf, hell, freundlich und besonders auch in den Mitten differenziert. Es ist ein fabelhafter Film für sonnige Ferientage mit einem lichtstarken Objektiv. 

Die Ergebnisse des ORWO DN21 wirkten so exquisit, dass ich sie zuhause mit einem guten Scanner nochmal eingelesen habe um genauer hinzuschauen. Tatsächlich ist er so superfein, dass man kaum noch Korn erkennen kann und selbst an weniger dichten Stellen findet sich noch eine erstaunliche Tiefe mit Bildinformationen. „Berglabor und Fotoexperimente aus den Dolomiten“ weiterlesen

Poetische Fotos aus Berlin

Küchentisch meiner alten Wohnung in Berlin

Fotos einer Stadt schaffen über die Zeit einen persönlichen Raum der Erinnerungen. Hier möchte ich meine Berlin-Fotos zusammenfassen. Nachdem ich früher zwei Jahre dort gelebt habe, bin ich inzwischen nur noch selten in Berlin. Aber bei jedem neuen Besuch mache ich natürlich neue Fotos. An sonnigen Sommerabenden ebenso wie an verregneten Novembermorgen…

In diesem Portfolio sollen nur wenige, aber dafür besondere, interessante Bilder aus Berlin zu sehen sein. Und nach jedem Besuch kann die Sammlung um ein paar neue Fotos wachsen.

Wie Berlin ist, kommt darauf an wen man fragt. Berlin ist Party, Geschichte, Politik, viel zu groß, unfreundlich, gentrifiziert, Hauptstadt, das grüne Umland, international, kreativ, Techno, arm aber sexy, häßlich und grau…

Falls man der Stadt eine eigene Poesie zusprechen möchte, wäre es jedenfalls eher kein gemütlicher, heimelig-romantischer Zauber. Berlin ist nicht das Venedig des Nordens oder das Paris des Ostens. Aber etwas Eigenes ist Berlin auf jeden Fall.

Schnappschüsse mit der legendären LOMO LC-A:

Ein Kriterium für meine Auswahl war „poetisch“. Ich wollte „dichterische“ oder „lyrische“ Bilder aussuchen und meinte damit den Wunsch, in irgendeiner Form beseelte Fotos zu finden. Deshalb sind es auch nur analoge Fotos. Im Gegensatz zu digitalen Fotos wirken analoge Fotografien einheitlich, rund und mehr aus einem Guss. Wie eine Glocke ohne Sprung. Die Dinge scheinen in der physischen Bildebene aufzugehen und wirken eben nicht ausgeschnitten oder isoliert, wie es oft bei digitalen Fotos der Fall ist. Die Emulsionsschicht ist wie eine Luftschicht, ein freier Raum, von Licht durchflutet. Im Bereich der Emulsion ist die Atmosphäre zum leben und atmen für das Bild. Es wird nichts berechnet, reduziert oder korrigiert. Die bildgebenden Prozesse sind chemischer Zauber, alchemistische Verwandlung… Echte, analoge Fotos sind physische, beinahe haptische Bilder.

Schwarzweiße Fotos von Wänden und Spiegelungen: 

Drei inhaltliche Kriterien für ein poetisches Foto sind beispielsweise:

  • Wie ist es fotografiert? Der spielerische Umgang mit dem Was. Zufall, Glück oder Kunstgriff. Jedes Foto ist eine Abstraktion.
  • Muss das Foto authentisch sein? Die Wirklichkeit liegt auch oft in falschen Farben, verwackelt oder unscharf vor uns.
  • Gewöhnlich oder alltäglich? Alles was meinen Blick festhält, ist wert genug fotografiert zu werden.

Summer in the city, sommerliche Fotos aus Berlin: 

Unser Sehen ist ein sehr komplexer Vorgang und findet auf mehreren Ebenen statt. Die Welt, wie wir sie sehen, entsteht nicht nur durch den visuellen Reiz. Auch alle möglichen psychologischen und durch die Evolution tief in uns verankerte Interpretationswege formen unser Erleben und das Verständnis einer Situation.
Wir schaffen im Sehen beispielsweise blitzschnelle Bezüge zu alten Bildquellen, die wir dabei abgleichen. Würden wir hier immer nur nach dem Was fragen, wäre die Welt schnell langweilig. Das Was ist alt, bekannt und niemals wirklich neu. Interessanter ist vielmehr das Wie. Wie es klingt, wie es sich anfühlt, wie es aussieht… Nur wenn wir nach dem Wie fragen, können wir etwas Neues erleben. Nur im Wie bekommen die Fotos ihre eigene Wirklichkeit und eine Stadt ihre eigene Qualität. Straßen, Häuser, der Klang der S-Bahntüren, der Himmel über Berlin.

Fünf technische Kriterien für ein poetisches Foto sind beispielsweise:

  • Das Licht entscheidet über das Foto.
  • Die Tiefenschärfe und der Fokus können das Augenmerk auf ein bestimmtes Detail richten.
  • Die Verschlusszeit bestimmt den Augenblick.
  • Das Korn des Films kann poetisch, billig oder glanzvoll wirken, jeder Film hat seine materialimmanenten Eigenschaften und Grobheiten.
  • Das Objektiv, Bokeh, Lensflares und Vignettierungen. Jedes geschliffene Glas wirkt anders, zeichnet die Ecken in einer eigenen Art und Weise, verzerrt und verzaubert.

Weniger ist oft mehr. Wenn es zu viele Informationen gibt, geht der Inhalt verloren. Wir helfen uns dann, indem wir nach etwas greifen, was wir verstehen. Ist dort Text, fangen wir an zu lesen. Sind dort zu viele Dinge erkennbar, landen wir sehr schnell beim „Was“ der Fotos und so wird es auch recht bald langweilig.

Himmel über Berlin. Fotos vom Blick nach oben: 

Finden wir dagegen nur wenige Informationen, neigt unser Inneres dazu viel hineinzuinterpretieren. Die Leere füllen, ordnen und Sinn geben. Das ist ein viel mehr lebendiger Prozess, der uns anregen kann und unserem Intellekt schmeichelt. Mit etwas Freiraum können die Dinge ihren eigenen Klang entwickeln und der Betrachter seiner persönlichen Resonanz lauschen. So gesehen sind poetische Fotos wie ein visuelles Konzert.

Abendlichter und nasse Straßen Berlins: 

Im Foto können wir als Betrachter unsere eigenen Empfindungen entwickeln, während wir im Gemälde viel mehr in die Welt des Künstlers geschickt werden. Für die Rezeption über einen Künstler ist es wichtig zu verstehen, was ihm wichtig war. Natürlich kann der Fotograf ebenfalls Gefühle in sein Werk einbeziehen. Anders als im gemalten Bild fließen die Gefühle des Fotografen beim Auslösen aber nicht so direkt und unmittelbar in das Bild. Es kann z.B. mit einem Selbstauslöser auch automatisch erstellt werden und ist beliebig oft reproduzierbar.

Novembergraue Fotos an einem verregneten Vormittag: 

Auf der Suche nach bunten Farben an einem Novembertag: 

Was die Gefühle im Foto angeht, ist anschließend der Betrachter gefragt. Nachdem das Foto im 19. Jahrhundert immer mehr an die Stelle des gemalten Portraits getreten war, ist der ganze Habitus rund um die Fotografie bis heute teilweise sogar ausgesprochen sentimental geworden. Fotos sind unsere Erinnerungen, Fotos sind Eitelkeit, Götzen, Projektionsfläche für Eros und Liebe: „Dies Bildnis ist bezaubernd schön…“

Schon Narziss betrachtete verzückt sein Abbild im Spiegel eines Baches.

„Man muss sich doch klarmachen, wie unchristlich und heillos eitel die Menschheit erst werden wird, wenn sich jeder für seine Goldbatzen sein Spiegelbild dutzendweise anfertigen lassen kann. Es wird eine Massenkrankheit von Eitelkeitswütigen ausbrechen, denn wenn sich jedes Gesicht dutzendweise verschenken und bewundern lassen kann, so macht das die Menschen gottlos oberflächlich und gottlos eitel.“ – Entsetzte Äußerung eines Zeitzeugen über das ‚neue‘ Verfahren der Daguerreotypie von 1841.

Aus unserer heutigen Perspektive, vor dem Hintergrund der digitalen Fotografie, wird die Entfremdung zwischen dem Fotografen und seinem Motiv ein bisschen aufgehoben, wenn man analog fotografiert. Oft fotografiert man dann achtsamer und langsamer. Ein Handabzug aus der Dunkelkammer, mit Kaffee entwickelt, ist tatsächlich auch ein Unikat und nicht einfach wieder genau gleich reproduzierbar. Spuren von Kratzern, Staub und Körnigkeit schaffen einen Eindruck von Zeit und Vergänglichkeit.

Ein verwunschener Spaziergang durch Neukölln:

Das Spiel mit der Materialität, das Eingreifen, die Überraschung und die Möglichkeit den bildschaffenden Prozess mitzugestalten macht für mich den Zauber der Fotografie aus. Und in diesem Sinne ist es für mich auch ein bisschen wie Malen und Zeichnen.

Hermannstadt im Winter

Sibiu, 8. Dezember.
Köln ab am 7. Dezember 1:15 mittags. München am frühen Abend des selben Tages überflogen; sollte eigentlich 2:20 ankommen, der Flug hatte aber eine halbe Stunde Verspätung.
Budapest scheint eine herrliche Stadt zu sein, soweit ich es aus dem Flugzeugfenster und in der kurzen Zeit, die mir beim Vorbeifliegen zur Verfügung stand, beurteilen konnte…

Bram Stokers Dracula war mir dieses Jahr atmosphärische Einstimmung für meine Reise nach Transsylvanien. Hier möchte ich jetzt meine wirklichen Eindrücke in einem kleinen Beitrag zusammenfassen. Vielleicht inspiriert es ja den einen oder anderen zu einem eigenen Besuch.

Ein erster Eindruck von Hermannstadt: 

Hermannstadt oder rumänisch Sibiu ist eine schöne alte Stadt am Rande der Südkarpaten. Vampire gibt es dort keine mehr, dafür Knoblauch überall. Getrocknet, zu wunderschönen Zöpfen gebunden, als Grundlage deftiger Fleischgerichte, in heißer Butter schwimmend ebenso beliebt wie sogar in der Mayonnaise: Überall findet sich die Wunderknolle. So müsste man schon sehr lüstern und verzweifelt sein, wollte man da heute noch auf vampireske Gedanken kommen. Hermannstadt ist also, soviel sei nun direkt verraten, nicht das Zentrum des Vampir-Kults – das wäre Schloss Bran. „Hermannstadt im Winter“ weiterlesen

Kafa Biosphärenreservat

Im Sommer 2013 war ich für vier Monate im Kafa Biosphärenreservat in Äthiopien, um dort bei einem Projekt vom NABU (Naturschutzbund Deutschland) mitzuhelfen. 

Eine große, sowohl weite wie auch lange Reise ist sehr eindrucksvoll: Dazu gehören besondere Begegnungen mit Menschen, kleinen und bunten Tieren und Pflanzen aber auch viele schöne Momente, neue Gedanken und Bilder, die einem nachklingen. Es macht Spaß stromaufwärts einfach immer weiter einem Fluss durch den Dschungel zu folgen, beim Wandern komische Blätter und Kräuter am Wegrand zu riechen oder während der Regenzeit ohne Strom nachts unter seinem Moskitonetz zu liegen und sich rundum 700 Quadratkilometer Wald vorzustellen – mit allem was darin lebt, wächst und zuhause ist… Es hat mir unglaublich gut gefallen und ich hätte nie gedacht, dass ich mich dort so zuhause fühlen könnte. 

Viele Informationen über Kafa, wie man dort hin kommt und was es dort alles zu entdecken gibt, finden sich auf der eigenen Webseite für das Kafa Biosphärenreservat

Wer Kaffee aus Kafa, der Heimat des Coffea arabica kaufen möchte, findet hier mehr Informationen dazu, einen Online Shop und Verkaufsstellen in vielen Städten: Kaffaland

Sehr guten Kaffee aus Äthiopien, Kaffee der auch komplett vor Ort hergestellt und geröstet worden ist, findet man aber auch im Internet-Shop bei Delday: Kaffeespezialitäten aus Afrika

Hier ist jetzt eine kleine Auswahl mit Fotos aus dieser Zeit:

 

Titelfoto Analog Indien Caffenol Palolem Beach

Licht und Kaffee. Analoge Fotos aus Indien

Erfahrungen und Gedanken aus meiner experimentellen Laborküche auf Reisen. 

Übersicht meiner Filme für das Projekt in Indien

Inhaltsverzeichnis:

Reisen und Fotos gehören einfach zusammen. Speziell durch analoge Fotografie bekommen Erinnerungen in unserer digitalen Zeit eine ganz besondere Materialität, Poesie und eine fast schon haptische Wahrheit. 

In diesem Beitrag möchte ich meine analogen Fotos aus Indien zeigen und Notizen dazu niederschreiben: Gedanken über das Fotografieren, Kameras, die  verschiedensten Filme und wie ich mit Kaffee unterwegs in Indien in Hotelzimmern und Strandhütten Filme entwickelt habe und was mir dabei alles passiert ist. 

„Was ich sehe, ist nur ein kleiner Teil der Wirklichkeit. Alles ist Abstraktion. Schönheit entsteht erst in der Zuwendung“

Wie in einem Magazin soll diese Seite zum herumblättern einladen. Es ist nicht nötig all den Text zu lesen. Überfliegt einfach die Fotogalerien, schaut vielleicht einzelne Fotos genauer an und scrollt hin und her. Das Herzstück sind die mit Kaffee unterwegs entwickelten und direkt vor Ort eingescannten indischen Schwarzweißfotos. Interessant sind oftmals aber auch die Motive der Farbfilme und einfach wunderschön sind Licht und Farben der Diafilme. Auf das für jeden etwas dabei ist und auf das jeder etwas für sich mitnehmen kann. 

Erste Eindrücke von Mumbai. Mit Caffenol und Natron entwickelte Filme. Ein Spaziergang durch Colaba und erste Fotos aus dem Trubel und Gewusel des Bazar Distrikts: 

Reisefotos, wenn sie nur Orte dokumentieren sollen, sind schnell langweilig. Aber wenn sie mir etwas bedeuten, weil sie mich erinnern, weil sie etwas bestimmtes zeigen, dass mir aufgefallen ist, dann können sie interessant werden. Zeichnen und Fotografieren sind für mich deshalb das gleiche. Beides schafft einen Zusammenhang zwischen meinem Leben und den ganzen Ereignissen um mich herum. Beides ist ein Weg sich zu positionieren. 

Sightseeing in Mumbai – Ein Vormittag mit dem CineStill X-Pro 50 Daylight Film und der Zorki4K.

Im Foto wird der Augenblick zu Material. Und das Fotomaterial wird zum Zeitzeuge. Fotos sind immer auch eine Abstraktion und dadurch eine eigene Interpretation. Aber genau in dieser Materialität liegt auch ihre Schönheit. Die Vereinfachung, ausgewählte Details, kurze, flüchtige Momente, Eindrücke im Straßenleben können plötzlich fast ein bisschen sowas wie Ewigkeit und Wahrheit werden. Situationen werden herausgestellt, das Eigenleben der Dinge kann im Foto nachklingen.  „Licht und Kaffee. Analoge Fotos aus Indien“ weiterlesen

Atomenergie – Verstrahlte Fotos aus Tschernobyl

Die Sperrzone rund um das Atomkraftwerk von Tschernobyl ist mit 2600 km² etwas größer als das Saarland bzw. ziemlich genau gleich groß wie Luxemburg. Es ist ein riesiges Gebiet, welches an manchen Hotspots immer noch so verstrahlt ist, dass bereits wenige Stunden vor Ort für einen Menschen tödlich wären.
Neben diesen Hotspots ist ein mehr oder weniger vergnügtes Leben aber durchaus möglich. Die Natur hat inzwischen weite Teile des von den Menschen verlassenen Landes zurückerobert. Die Sperrzone ist fast wie ein Naturreservat und es gibt dort viele seltene Tierarten, Wölfe, Bären, wilde Przewalski-Pferde und sogar Seeadler.

Am Checkpoint Dytiatky beginnt die Sperrzone

Von Kiew aus habe ich eine Exkursion in das Sperrgebiet unternommen und viele Fotos gemacht.
Für die Strahlung hauptsächlich verantwortlich ist Caesium-137, welches das Gebiet mit der besonders durchdringenden Gammastrahlung (auch ​ɣ-Strahlung) radioaktiv verseucht.
Die meisten radioaktiven Stoffe liegen inzwischen unter einer etwa 30 Zentimeter tiefen Erdschicht begraben oder haben sich zersetzt. So ist die Strahlenbelastung für Besucher heute nur noch etwa 1 % des Wertes vom April 1986, direkt nach der Katastrophe. Wenn man 30 Bananen isst, bekommt man wahrscheinlich mehr Radioaktivität ab, als bei einem Tag in Tschernobyl.
Mein Dosimeter misst die aufgenommene, ionisierte Strahlung. Das ist vor allem die Gammastrahlung. Wie es speziell mit Alpha- und Betastrahlern aussieht, weiß man nicht – das Inhalieren oder Schlucken von radioaktivem Staub oder Wasser wäre jedenfalls ziemlich heftig. Freunde der Atomenergie vergessen oft gerne, dass es verschiedene Arten radioaktiver Strahlung gibt. Deswegen ist es auch nur die halbe Wahrheit, wenn man ein kontaminiertes Gebiet ausschließlich über die oberflächlich gemessene Hintergrundstrahlung definiert. Rund um Tschernobyl wird nirgends gebuddelt und alle Leitungen und Rohre nach der Katastrophe sind oberirdisch verlegt.
Ein Besuch der Sperrzone ist im Rahmen einer geführten Tour sehr gut möglich und wird als touristische Abenteuerreise von Kiew aus für etwa 100 $ angeboten.

Fotos meiner Fahrt nach Tschernobyl:

Nach dem passieren des ersten Checkpoints im Dörfchen Dytiatky kommt man in die 30-km-Zone. Hier sind bereits verstreut verlassene Ortschaften und Hausruinen zu sehen, während man auf langen geraden Straßen immer weiter in das überwiegend bewaldete Gebiet hineinfährt. Im Radius von 10 Kilometern um den havarierten Atomreaktor kommt dann der zweite Checkpoint. Heute arbeiten immer noch viele Menschen im Sperrgebiet und ganz aktuell wurde durch das französische Konsortium Novarka das „New Safe Confinement“, kurz NSC gebaut. Die 1,5 Milliarden Euro teure zweite Schutzhülle wurde neben dem Unglücksreaktor gebaut und dann über den mittlerweile maroden alten Beton-Sarkophag geschoben – eine ingenieurmäßige Meisterleistung.
Direkt neben dem havarierten Reaktorblock ist ein Denkmal und es gibt eine Mensa, wo man zusammen mit den Arbeitern Mittagessen kann.  „Atomenergie – Verstrahlte Fotos aus Tschernobyl“ weiterlesen

Fotografieren in der Stadt

Der Sonnenuntergang über Jersey City, Millionen Lichter, die nach und nach überall angehen, ein ständiges Rauschen der Stadt hier oben, aber auch der leichte Abendwind, der warme Luft durch die Gitterstäbe trägt – es ist schon sehr beeindruckend mitten in Manhattan hoch oben auf einem Wolkenkratzer zu stehen und es fällt mir schwer zu glauben, dass das alles wirklich ist.

Fast wie ein Schutz, als Anker um nicht abzuheben, ist es da ganz beruhigend sich mit seiner Kamera zu beschäftigen, aufs Handy und auf irgendwelche Knöpfe zu drücken…
Oben auf der Besucherterrasse des Empire State Buildings in New York habe ich nun vier Stunden verbracht und mir einige Gedanken zum Fotografieren in der Stadt gemacht.

Es wurde noch nie so viel fotografiert wie heute. Fotos kosten nichts, mit dem Handy hat jeder überall eine brauchbare Kamera dabei und natürlich will man die Eindrücke der Reise auch teilen und muss dafür „Trophäen“ sammeln. Mit Filtern und einfacher Fotobearbeitung kann man schließlich sogar aus eher bescheidenen Aufnahmen noch eine ganze Menge machen.

Schöne Aussicht genießen. Hier ein paar Fotos von Menschen, die schauen: 

Praktisch gibt es meiner Beobachtung nach drei Arten von Fotos, die man auf Reisen macht:

  1. Zum ersten sind da die „Schönen Fotos“. Schöne Fotos versuche ich so viele wie möglich zu machen. Das sind vor allem auch Experimente, das sind die Sehenswürdigkeiten, das typische, charakteristische. Das sind die Fotos, über die man sich am meisten freut.
  2. Einen weiteren Bereich machen die Fotos aus, die man für die Dokumentation braucht. Zum Beispiel das Hotelzimmer, das Essen, Exponate in einem Museum, etwas witziges, eigenartiges, was man sieht oder findet. Manchmal muss man auch einfach fotografieren, z.B. beim Besuch wichtiger Sehenswürdigkeiten mit Familie oder Freunden, an bemerkenswerten Orten, dabei ist das Licht aber oft gerade Mittags zu schlecht für wirklich schöne Fotos oder man hat keine Zeit für ein großes Aufheben.
  3. Schließlich gibt es noch die Fotos für eigene Projekte. Das sind Fotos, die man für ein bestimmtes Vorhaben braucht. Ich sammle beispielsweise abstrakte Formen und suche dadurch nebenbei immer wieder nach Mustern, Schatten, Oberflächen usw. Ebenso kann man aber auch z.B. alte Autos, interessante Zeichenmotive, Relikte einer vergangenen Zeit usw. sammeln.

Die Schönheit und Größe eines Augenblicks entsteht oft erst in der Resonanz, im Nachklang, in der Erinnerung und im bittersüßen Schmerz – dass es nun vorbei ist. Irgendwie sind wir alle schon fürchterlich sentimental! Wenn ich mich hier oben über New York so umsehe, im Hier und Jetzt, ist jeder ziemlich für sich. Aber durch das Teilen, mit Menschen, später, kann man den Eindrücken Großartigkeit geben und wenn man davon berichtet, durch Fotos und Geschichten, werden die Dinge in ihrer Schönheit vielleicht greifbarer.

Einige der anderen Besucher um mich herum haben übrigens eine sehr gute Ausrüstung. Nicht nur Handys: So mancher hat große, schwere Objektive und macht keine Einzelaufnahmen, sondern schnelle Reihen mit 7-8 Fotos bei jedem Auslösen…

An die ersten Eindrücke einer neuen Stadt erinnert man sich oft noch Jahre später. Hier ein paar Fotos von meinem ersten Spaziergang in Chicago: 

Gerade frisch in einer neuen Stadt angekommen, ist es oft in den ersten Tagen besonders aufregend und es gibt vieles zu entdecken. Mit dem ungetrübten Blick des Gastes ist man überaus empfänglich. Eigenarten, Besonderheiten und Charakter des noch unbekannten Ortes saugt man förmlich auf. Man will sich ein eigenes Bild machen und gerade an die ersten Tage kann man sich oft auch noch Jahre später sehr lebhaft erinnern. Die ersten Kontakte mit Menschen – der Immigration Officer, die Frau, welche einem den Weg zur U-Bahn gezeigt hat, das erste Zimmer und der erste Spaziergang. 
Fotos sind dabei sehr wichtig. Sie sind wichtig für unsere Erinnerung, zum Teilen und durch die Sicherheit, die sie uns vermitteln. Fotos bleiben. Durch das Fotografieren kann man Bezüge zwischen der Stadt und sich selber herstellen. Während man gerade noch mit Jetlag und übermüdet eher halb wie im Traum durch die Straßen wandelte, schaffen Fotos dazwischen kurze helle Momente der Präsenz. Wir halten inne, öffnen uns und richten unseren Blick auf etwas bestimmtes. Durch das Fotografieren positionieren wir uns. „Fotografieren in der Stadt“ weiterlesen

Kap Finisterre, am Ende der Welt

Pilgern

Pilgerzeit auf dem Camino del Norte

Pilgern auf dem Küstenweg

Von Bilbao bis Santiago de Compostela sind es 663 Kilometer. Bis ans Ende der Welt, bis zum „Kap Finisterra“ sind es dann noch einmal 90 km. Insgesamt also 750 Kilometer.
Diesen Sommer habe ich mich zu Fuß auf den Jakobsweg gemacht. Im Schnitt läuft man als Pilger mit Gepäck 25 Kilometer am Tag. Nach 33 Etappen war ich angekommen.

„Pilgern“ weiterlesen

Rundgang durch Venedig

Mit diesem Rundgang durch Venedig möchte ich einen kurzen Gesamteinblick in die Stadt geben, ab und zu kleine „Stärkungsmöglichkeiten“ bieten und neben dem „normalen“ Touristenprogramm auf einige ausgewählte Besonderheiten aufmerksam machen:

Karte des Rundgangs durch Venedig
Venedig Rundgang Karte. Eine Abkürzung über die Rialtobrücke und der Abstecher ins Ghetto sind als gepunktete Linien markiert.

Inzwischen ein echter Klassiker auf meiner Website: Der Stadtrundgang durch Venedig.

Der Rundgang dauert einen Tag lang und führt zu den meisten wichtigen Sehenswürdigkeiten.
Für den Hunger zwischendurch habe ich unterwegs ein paar kleine Cafés und Bars ausgesucht, wo man Pausen machen kann.

Um den ungetrübten Ablauf des Rundganges zu gewährleisten, sollte folgendes beachtet werden:

  • Der Rundgang dauert einen ganzen Tag lang. Eine gute Abkürzung wäre auf dem Campo San Lio weiter geradeaus über den Campo San Bartolomeo und dann über die Rialtobrücke. Dieser Bereich Venedigs ist natürlich sehr touristisch. Aber geht man hinter der Rialtobrücke immer geradeaus, kommt man zum Fischmarkt. Ab dort kann man den Rundgang normal fortsetzen.
  • Man kann den Rundgang in zwei Spaziergänge aufteilen. Der Weg von der Frarikirche bis zur Salutekirche ist am schönsten nachmittags.
  • Ein schöner Abstecher oder ein weiterer Spaziergang wäre, wenn man die Strada Nuova noch ein, zwei Brücken weiter geht und dann rechts abbiegt um sich frei durch Cannaregio treiben zu lassen. Ein gutes Ziel dieser Tour wäre dann zum Beispiel das Ghetto von Venedig.
  • Wer möchte, kann parallel zum Rundgang der Route mit Google Maps folgen. Unter diesem Link wäre meine Karte dazu: Google Karte Rundgang durch Venedig
  • Bequeme Schuhe, aber keinesfalls Bergwanderstiefel.
  • Da man sich in Venedig meistens in einer künstlerisch geprägten Atmosphäre bewegt, sollte man dem Stilempfinden der Venezianer durch geschmackvolle Kleidung und freundliches Benehmen entgegenkommen.

Als Hilfe durch das Labyrinth Venedigs mag vielleicht dieses kurze Glossar dienen:

Calle – Gasse
Campo – Platz
Campiello – Kleiner Platz
Rio terra – Eine Strasse über einen zugeschütteten Kanal
Sotoportego – Hausunterführung als Teil einer Gasse
Salizzada – Hauptstrasse eines Stadtteils

Morgenlicht auf dem Markusplatz 

Man beginne unter dem Uhrenturm auf dem Markusplatz.
Der Uhrenturm ist für seine Zeit ein technisches Meisterwerk mit vielen einzigartigen Funktionen. Wer mehr Zeit hat, kann ihn auch im Rahmen einer Führung besichtigen, was sich allein wegen der fantastischen Aussicht sehr lohnt. Termine, Karten und Infos dazu bekommt man im Museo Correr, dem Städtischen Museum von Venedig gerade auf der anderen Seite des Markusplatzes.
Einen einfachen Espresso, Caffè Lungo oder Cappuccino für den Start findet man auf dem Markusplatz in der American Bar. Richtig stilvoll und oft mit Livemusik wäre es im Caffé Florian, in Italiens ältestem Kaffeehaus unter den Arkaden schräg gegenüber.

Blick auf die Seufzerbrücke

Den Markusplatz verläßt man nun mit gewandten Schritten quer durch die Menschenmenge in Richtung Wasser. Hat man die Insel San Giorgio mit gleichnamiger Palladiokirche und Turm vor sich, geht es nach links weiter, das Ufer entlang und über zwei Brücken. Von der ersten dieser Brücken sieht man links die „Seufzerbrücke“.

Überflutete Krypta San Zaccaria

Nach der zweiten Brücke gehe man die zweite Gasse linkerhand noch vor dem kleinen Tabak & Souvenirgeschäft vom Wasser weg nach links. Hier steht, nach wenigen Schritten geradeaus, am Campo San Zaccaria auf der rechten Seite die Kirche, nach welcher der Platz seinen Namen bekommen hat: San Zaccaria. In der Kirche ist auf der linken Seite ein Bild des berühmten Malers und Lehrers von Tizian und Giorgione, Giovanni Bellini. Es gibt auch eine sehenswerte romanische Krypta.

Von der Kirche aus geht man weiter, am Ende des Platzes links. Nach überqueren des Campo San Provolo kommt eine Brücke, hinter welcher sich links die Trattoria Rivetta befindet. Den Hunger verkneift man sich aber noch kurz und geht lieber in die grüne Eckbar am Campo San Filippo (Bar Verde), wo es einen guten Cappuccino mit großer Milchmütze gibt. Auch einige Tramezzini (Sandwiches) sind empfehlenswert. Zu beachten ist allerdings, dass sich die Preise (wie fast immer in Venedig) deutlich erhöhen, wenn man nicht an der Bar bleibt und sich an einen der Tische setzt.
Hat man sich gestärkt, geht es über den Platz weiter, rechts, nach der Apotheke in die Calle Rimpeto la Sacrestia; in dieser Gasse ist ein Obsthändler. Die zweite links gehe man nun durch die Calle a Fianco la Chiesa und gerät dann auf den Campiello novo San Giovanni in Oleo, wo links eine Barokkirche ist, in welcher manchmal Ausstellungen zu sehen sind. Am Ende des Platzes geht man rechts durch eine dunkle Gasse, nach deren Verlauf man auf der linken Seite an einem etwas finsteren Kanal entlang kommt. Bemerkenswert ist, dass hier jeder Hauseingang eine eigene Brücke hat und ich frage mich immer, ob der große Blumenstrauß im Hotel Ca‘ Dei Conti wirklich echt ist…

Am Ende der Fondamenta Rimedio kommt man über eine Brücke rechts auf den Campiello Querini Stampalia. Rechts steht rosafarben das Museum und die Bibliothek Querini Stampalia mit einer öffentlich zugänglichen Sammlung wissenschaftlicher Werke.

Am Campo S.M. Formosa und im Palazzo Grimani

Hat man das Plätzchen schräg nach links hinter sich gebracht, kommt der Campo S.M. Formosa. An der Kirche rechts vorbeigehend, kann man schon die „Bar all Orologio“ erkennen. Die Bedienung ist dort oft überfordert und es ist viel zu teuer, aber der Platz ist gemütlich zum sitzen und in den wärmeren Monaten ist es sehr angenehm draußen ein „Spritz“ oder einen Cappuccino zu trinken.
Der Rundgang geht weiter an der Kirche vorbei, dann aber nach rechts und den Kanal entlang.

Nach der Brücke gleich über die links liegende Brücke und in die Calle Paradiso mit dem steinernen Reliefdreieck, welches inzwischen etwas schräg zwischen den Hausreihen hängt. Man brachte es anläßlich einer Hochzeit an.

In der Calle Paradiso sind mehrere traditionelle Geschäfte und ein exzellenter Buchladen, die Libreria Editrice Filippi, welche auf Venedig spezialisiert ist und auf Italienisch einiges zu bieten hat. Am Ende der Gasse geht man nun nach rechts in die belebte Salizzada San Lio. Falls es einen nach kühlen Erfrischungen gelüstet, hat die bald auf der rechten Seite auftauchende „Gelateria Gallonetto“ gutes Eis.
Wir gehen die Straße weiter, bis rechts der kleine Campo San Lio erscheint.

Mozzarella in Carrozza

Würde man nun weiter geradeaus und über die Brücke gehen, wären es nur noch ein paar Schritte durch die Calle della Bissa bis auf den Campo San Bartolomeo. Gerade vorher, im Durchgang vor dem Campo, könnte man bei dieser Gelegenheit auch in der Rosticceria San Bartolomeo eine Mozzarella in Carrozza essen…

Der Campo San Bartolomeo mit dem Goldoni Denkmal ist direkt am Fuß der Rialtobrücke. Das ist eine der Hauptsehenswürdigkeiten Venedigs und hier könnte man den Rundgang abkürzen. Dafür muss man sich allerdings mitten in das Gewusel und über die Rialtobrücke drängen… Hier, mitten im alten wirtschaftlichen Zentrum Venedigs, ist immer sehr viel los. Geht man über die Rialtobrücke immer weiter geradeaus, kommt man auf den Gemüse- und Fischmarkt, wo man den Rundgang dann wieder normal fortsetzten kann.

Abends am Rialto. Hier ist immer viel los, Gewusel, Geschäfte…

Ob Pause oder nicht, der Rundgang geht auf dem Campo San Lio weiter. Hier wenden wir uns nach rechts in die Calle Carminati, nach deren Verlauf eine Brücke kommt. Nach der Brücke die zweite Gasse rechts. Nun wähle man die nächstmögliche Gasse nach links, so kommt man dann nach wenigen Schritten geradeaus auf den kleinen Campo Santa Marina, wo sich die Pasticceria Bar Didovich befindet, falls es einen nach einer Stärkung, Caffè lungo, Cappuccino oder nach feinen venezianischen Süßigkeiten gelüstet.

Blick von der Ponte del Cristo auf den Rio di Santa Marina

Schräg nach links geht man über den Platz, um in die kurze Calle del Cristo zu gelangen. Nach der Brücke (Ponte del Cristo) aber gleich wieder rechts über die Brücke und in die Calle de le Erbe. Hat man die Gasse auf dem geraden Weg durchschritten, steht kurz vor der Brücke links oben an der Hauswand eine kleine Überraschung bevor.
Das Schild „Ultimo Numero del Sestier de Canaregio“. Venedig ist nicht wie andere Städte in Stadtviertel gegliedert sondern in Sechstel, die sogenannten „Sestieri“: San Marco, Castello, Canaregio, Santa Croce, San Polo und Dorsoduro. Innerhalb dieser Stadtsechstel wurden zu Napoleons Zeiten alle Häuser durchnumeriert. Man sollte aber nicht denken, dass man eine normale, moderne, sachliche Reihenfolge findet. Es kann einem zum Beispiel passieren, dass man eine Hausnummer auf einem Fenster findet, wahrscheinlich war dort früher einmal eine Tür gewesen. Auch wenn es für die Post funktioniert: Suchen Sie nie eine Adresse nach der Hausnummer! Die einzelnen Calle, Fondamente, Viale etc. haben eigene Namen, welche meistens auf Geschehnisse, Berufe oder Persönlichkeiten zurückzuführen sind. Fast immer findet man die Namen der Gasse am Anfang oben an eine Hauswand angebracht in venezianischem Dialekt, so dass kein Grund zur Verblüffung vorliegt, wenn man in seinem Stadtplan eine etwas andere Bezeichnung findet. Aus dem Schild ist also ersichtlich, dass hier das Sestiere Canaregio endet. Auf der anderen Seite der Brücke beginnt dann Castello, welches das größte Sestiere ist.

Eine sonnige Pause am Campo San Giovanni e Paolo

Schon von der Brücke aus wird man den Campo San Zanipolo (San Giovanni e Paolo) entdeckt haben. Gehe man nun also das „berühmteste Reiterstandbild der Welt“ betrachten. Es wird damit an den großen Söldnerführer Bartolomeo Colleoni erinnert, welcher nach seinem Tod 1484 sein ganzes Vermögen (fast eine halbe Millionen Dukaten) dem Staat vermachte, der das Geld auch gerne annehmen wollte. Als Bedingung forderte Colleoni allerdings, dass man ihm „auf der Piazza vor San Marco“ eine Statue errichten würde. Die typisch venezianische Lösung war, dass man, um das Geld zu bekommen, die Statue in Auftrag gab. Sie wurde dann aber auf dem Platz vor der „Scuola di San Marco“ aufgestellt, da man sich den Anblick Colleonis auf dem Markusplatz lieber ersparen wollte.   Die große gotische Backsteinkirche San Zanipolo ist von innen fast noch mächtiger als sie von außen aussieht. Es sind hier mehrere Dogengrabmäler und Plastiken zu finden. An sonnigen Tagen entstehen durch die bunten Glasfenster oft farbige Muster auf dem Kirchenboden. Auch Pflichtprogramm eines jeden Venedigreisenden ist die Bewunderung des dreidimensionalen Wandschmuckes aus der Renaissance an der Fassade der Scuola di San Marco. Dahinter ist schon seit längerem das Krankenhaus. Man sollte allerdings die frisch restaurierte Eingangshalle beäugen und im ersten Stock ist die „Sala Capitolare“ mit einer fantastischen Decke zu besichtigen – heute ein kleines Museum über die Geschichte der Medizin.
Das Café und die Konditorei Rosa Salva direkt am Platz ist für seine Köstlichkeiten in ganz Venedig berühmt. Es gibt ausgezeichnete Süßigkeiten und guten Espresso, wenn man eine kleine Stärkung braucht.
Um den Rundgang fortzusetzen, laufe man den Weg, den man auf den Campo San Zanipolo gegangen ist, einfach zurück bis zum Ende der Calle de le Erbe. Diesmal aber, nach der Ponte de le Erbe, rechts auf die Fondamenta van Axel. Hat man jetzt die schöne Holztüre des Palazzo Soranzo van Axel vor sich, ist man richtig gelaufen.

Soranzo van Axel
Der Palazzo Soranzo van Axel

Nun geht es nach links in die Calle Castelli und man kommt an die Chiesa Santa Maria dei Miracoli, welche innen und außen sehr gründlich renoviert wurde und daher heute in altem Glanze neu erstrahlend einen guten Eindruck von venezianischer Pracht vermittelt, obwohl die Miracolikirche von innen eher den Charakter einer kühlen Kapelle hat.

Rechts an der Kirche vorbei und über die links liegende Brücke Ponte Maria Nova kommt man auf den Campo Santa Maria Nova, der aber außer zwei Bäumen wenig zu bieten hat. Darum geht man hier links Richtung San Marco durch die Calle del Spezier auf den Campiello San Canciano. Jetzt sollte man gut aufpassen und nicht Richtung San Marco weiter gehen, sondern einfach geradeaus an der Kirche links vorbei auf den Campo San Canzian und dann über die Brücke Ponte San Canzian. Nach einer schmalen Gasse mit leichtem Knick nach links gerät man auf einen leeren, stillen Platz mit einem Baum: Den Campiello de la Cason. Geht man nun geradeaus durch eine kurze Gasse mit rechtwinkeligem Knick nach rechts und dann sofort scharf nach links, so kommt man auf einen kleinen Campo drio la Chiesa den man nach links überquert um auf den großen Campo SS. Apostili mit Bänken, Kiosken und vielen Leuten zu kommen.

Für den Abstecher nach Cannaregio und das Ghetto würde man hier nun einfach ein paar Brücken weiter geradeaus der Strada Nuova folgen und dann nach rechts abbiegen. Es lohnt sich sehr, man sollte dafür aber mindestens zwei Stunde einplanen; wenn man die Synagogen oder das Jüdische Museum besichtigen möchte, noch deutlich mehr.

Um den Rundgang fortzusetzen, geht man nur kurz geradeaus die Strada Nuova entlang, bis zur Ca`d`Oro. Hier befindet sich links auf dem Campo Santa Sofia das Traghetto Santa Sofia (7-20.55/Festtags 8-18.55 Uhr).
Vielleicht muss man kurz warten, bis das von zwei Ruderern gesteuerte „Gondel-Fährboot“ angelegt hat. Die Fahrt mit der Gondel über den Canal Grande kostet rund 2 Euro, was aber deutlich günstiger und nur geringfügig unromantischer ist als die klassische Gondelfahrt mit Akkordeon und O Sole Mio Gesang. Falls kein Traghetto mehr fährt, müsste man etwas zurück und einen Umweg über die Rialtobrücke laufen. Hat man jedoch den Canal Grande überquert, befindet man sich auf dem Fischmarkt.

Auf dem Fischmarkt – Mercati di Rialto

Vormittags kann man hier den verschiedensten Meeresbewohnern beim Krabbeln, Zucken oder Auf-dem-Eis-liegen zusehen. Weiter geht man rechts über die Brücke und am Canal Grande entlang. Von hier hat man die beste Sicht auf die Fassade der Ca`d`Oro. Ist man bis zum Ende gelaufen, biegt man nach links in die Calle del Campaniel ab und läuft dort „sempre dritto“ immer geradeaus bis auf den kleinen Campo San Cassan, wo man sich nach rechts wendet.
Ist man über den Platz gelaufen, kommt man über die Brücke Ponte Giovanni Andrea de la Croce o de la Malvasia und durch den Sotoportego de Siora Bettina (man beachte die Schreibweise: signora-siora). Hier ist links das ordentliche und nicht so teure Restaurant Osteria Nono Risorto, wo man im Sommer auch schön draußen sitzen kann.
Nach dem Sotoportego geht es die links liegende Gasse entlang weiter, aber dann gleich die erste rechts durch den Ramo de la Regina und über die Brücke auf den Campo Santa Maria Mater Domini. Hier befindet sich rechts die Bar da Fiore.

Nun gehe man weiter über das Plätzchen und dann nach links in eine lange Gasse, durch welche man immer geradeaus läuft. Nach der Brücke kommt noch die Calle del Cristo mit einem kleinen Knick nach links. Ist diese Gasse nach einer Kreuzung zu Ende, wende man sich nach rechts, dem Schild „per Piazzale Roma“ folgend.

Auf dem Campo San Polo

Wer einen Abstecher zum Campo San Polo machen möchte, müsste hier links, über die kleine Brücke und immer weiter geradeaus laufen – bis rechts der Campo San Polo kommt. Das ist der zweitgrößte Platz in Venedig. Ich mag ihn sehr, wollte aber die kleinen Plätzchen, welche gleich kommen werden, gerne mit dabei haben.
Der Rundgang geht hier also rechts und sofort wieder die erste Gasse nach links, auf den Rio terra secondo, wo man einfach geradeaus geht bis zum Campo Sant` Agostin.
Hier muß man sich links halten, über die links liegende Brücke Ponte Donà und durch die Calle Cà Donà o del Spezier gehen. Hat man den niedlichen Campo San Stin erreicht, geht man scharf nach links und durch die kurze, aber breite Calle, welche genausogut ein Ausläufer des Platzes sein könnte. Geht man über die Brücke Ponte San Stin, ist schon das große, runde Fenster der Frarikirche zu sehen. Läuft man noch geschwind die Fondamenta dei Frari entlang und über die rechtsliegende Brücke, so befindet man sich auf dem Campo dei Frari. Die Kirche ist wirklich besonders sehenswert. Das Triptychon von Bellini in der hinteren Seitenkapelle sollte man bei einer Besichtigung auf keinen Fall verpassen.

In der Frari Kirche

Weiter geht es an der Kirche links vorbei Richtung Scuola Grande di San Rocco. Wer sich eher nach einer kleinen süßen Stärkung sehnt, findet in der Gelateria Millevoglie gleich hinter der Frarikirche übrigens auch ganz ausgezeichnetes Eis.
Die Scuole in Venedig sind etwa mit den mittelalterlichen Zünften oder mit den Freimaurerlogen vergleichbar. Die Mitglieder waren meistens reiche, aber nie adelige Bürger, welche entweder einer Minderheit zugehörig waren oder den selben Beruf gemeinsam hatten. Alle Scuole hatten einen Schutzpatron und eine angrenzende Kappelle. Sie widmeten sich wohltätigen Zwecken und manche unterhielten Spitäler oder Waisenhäuser. Zwischen dem 15. Und 18. Jahrhundert wurden die Scuole sehr reich. Im gegenseitigen Wettstreit um die schönsten Gebäude, engagierten sie oft sehr berühmte venezianische Baumeister und Maler. Zu Ende war es mit den Scuole nach dem Sturz der Republik.

Hinter der Scuola di San Rocco und auf dem Campo Santa Margherita

Um den Rundgang fortzusetzen, muß man ein kleines Stück zurück rechts an der Frari entlang und durch den Sotoportego San Rocco und am Campiello San Rocco vorbei. Nachdem man über die kleine, schmale Ponte San Rocco und durch die darauf folgende Gasse gelaufen ist, muß man an der Kreuzung nach rechts gehen, dann aber gleich in die erste Gasse links abbiegen. Nach dieser Gasse kommt der Campo San Pantalon, den man schräg nach Rechts, auf die Brücke zugehend überquert. Ist man über die Brücke und durch die Calle de la Chiesa gegangen, kommt man auf den großen Campo Santa Margherita.

Auf diesem bunten Platz herrscht immer viel Leben. Früher gab es hier auch einen eigenen Fischmarkt, darum ist auf dem zentralen Gebäude eine Tafel mit den Mindest-Größenangaben von verschiedenen Fischsorten. Darunter durfte man keine Fische verkaufen, was eine Art Qualitätssicherung in Venedig war. Nachdem im Januar 2020 der vorletzte Fischhändler mit 75 Jahren in Rente gegangen ist, gibt es jetzt nur noch einen einzigen Stand um Fische zu kaufen. Wenn man sieht wie allein der große Fischmarkt am Rialto in den letzten Jahren immer kleiner wurde, ist es wahrscheinlich, dass der Fischmarkt am Campo Santa Margherita auch bald nur noch Geschichte sein wird.

Umgeben ist der Campo Santa Margherita von sehr vielen Bars, Restaurants und Cafés. Wird man allerdings von der Qual der Wahl vollkommen erdrückt, so betrete man einfach das „Café“ mit dem roten Eingangsbereich. Es scheint immer sehr voll, und in Italien kann man noch davon ausgehen, dass dort wo viele Leute sind, auch Gutes zu finden ist.

Blick von der Ponte dei Pugni auf den Rio de S. Barnaba

Nach der Stärkung geht man über den Platz weiter, schräg nach links Richtung Accademia, San Marco auf den Rio terra`Canal. Am Ende dieses zugeschütteten Kanals über die rechts liegende Brücke, um links das einzige Schiff Venedigs zu sehen, auf dem man gutes Obst und frisches Gemüse kaufen kann. Am Schiff vorbei kommt man auf den Campo S. Barnaba, dessen Eindruck hauptsächlich von einem riesigen Gebäude mit der Aufschrift D.O.M. geprägt wird.

Nach rechts geht man quer über den Platz und durch den Sotoportego del Casin del nobin. Nach der folgenden Brücke läuft man entlang des Rio de la Toletta. In der links liegenden Libreria alla Toletta sind oft reduzierte Bücher zu bekommen. Braucht man aber Werke zu Venedig, geht man am besten in die Calle Paradiso bei S.M. Formosa. Am Ende des Fondamenta biegt man nach links in Richtung der Accademia in eine belebte Gasse ein.
Selbst wenn man eigentlich keinen großen Hunger verspürt, sollte man ernsthaft in Erwägung ziehen in der Bar alla Toletta ein paar Tramezzini zu schmausen. Sie sind wirklich ausgezeichnet, immer frisch und es gibt eine gute Auswahl.
Nach der Ponte delle Maravegie geht man nach links und kommt nach der zwangsläufigen Rechtsbiegung in die Calle Contarini Corfù.

Die Gasse verläuft schräg nach links und mündet in die Calle Gambara, durch welche man auf den Campo della Carita` kommt, direkt zu Füßen der großen Accademia-Brücke. Nur ein paar Stufen die große Accademia-Brücke hinauf hat man einen sehr guten Blick auf den Canal Grande und die Salute Kirche, ein sehr beliebtes Fotomotiv…

Blick von Ponte dell’Accademia auf den Canal Grande

In der Galerie der „Accademia“ sind in riesigen Sälen viele Bilder der alten venezianischen Künstler zu sehen. Weiter geht man rechts an der Brücke vorbei, in die erste Gasse abbiegend und über die Brücke. Vor sich hat man nun den Campo San Vio, auf welchem mehrere Bänke mit Blick auf den Canal Grande zum Verschnaufen einladen. Besonders mit schweren, harten Schuhen bekommt man auf dem Pflaster Venedigs rasch Rückenschmerzen.

Nun geht man erfrischt weiter, in die Calle del la Chiesa. Auf der Fondamenta venier dai Leoni, welche man nun entlang geht, stehen oft Maler, um ihre Bilder zu verkaufen. Am Ende der Fondamenta muß man sich nach links wenden. Hier befindet sich die sehr sehenswerte Peggy-Guggenheim-Collection mit moderner Kunst.

Fußboden in der Salutekirche

Nach der Calle San Cristofolo und der Brücke Ponte San Cristofolo kommt man auf den Campiello Barbaro, an dem man links vorbei geht, um dann immer geradeaus nacheinander durch die Calle Barbaro, den Ramo del Barbaro, über die Brücke und durch die Calle del Bastion zu gehen. Nach der Calle San Gregorio sieht man auf dem Campo San Gregorio eine schlichte gotisch-arabische Backsteinkirche. Hier sollte man links in die Calle de`l`Abazia und durch den Sotoportego de`l`Abazia gehen. Nach der kleinen Holzbrücke kommt man auf den Campo della Salute.

Ist die wirklich sehenswerte Chiesa Santa Maria della Salute mit ihrem großartigen Mosaikfußboden gerade geschlossen, hat man trotzdem eine ausgezeichnete Aussicht über den Canal Grande und in Richtung San Marco.
Zurück zum Ausgangspunkt auf den Markusplatz kommt man am einfachsten mit dem Vaporetto der Linie 1, direkt am Fuß der Salute Kirche. Es gibt auch eine Traghetto-Gondel (Station: Dogana), welche aber leider nur selten fährt.
Wer noch Kraft hat und ein bisschen weiter gehen möchte, kann immer am Canal Grande bis ganz vor, um die Spitze der Dogana herum und am schönsten im Abendlicht bis zur nächsten Vaporetto Haltestelle die Zattere entlang flanieren.

Abendlicht an den Zattere