Fotos vom Unterwegssein

Wenn wir reisen, haben wir eigentlich immer ein Ziel. Gerade bei Städtereisen sind dann auch die Fotos oft entsprechend ähnlich. Wie beim „taggen“ hängen wir unserem Leben durch Reisen, Selfies und Souvenirs bestimmte Attribute an: Big Ben, Eiffelturm, Karlsbrücke, Kolosseum… Das wir wirklich selber da waren, muss natürlich festgehalten werden!
Wir freuen uns, wenn das eigene Foto dem Vergleich mit berühmten Aufnahmen standhält, einen hohen Wiedererkennungswert hat und benutzen zusätzlich oft kleine Tricks, um der Wirklichkeit noch ein bisschen mehr auf die Sprünge zu helfen: Mit Filtern, Instagram, „Zauberstab-Werkzeug“ oder etwas professioneller mit Photoshop können wir die allgemeine Illusion der bekannten Orte aufrecht halten. Schließlich helfen wir durch das Teilen in sozialen Netzwerken, auf Foto-Seiten usw. beim weiteren Ausbau der Ikonographie dieser Städte, Plätze, Denkmäler, Brücken, Türme usw. mit.

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Bon(n) Kitsch

Bei meinen Streifzügen und Radtouren haben sich im Lauf der Jahreszeiten einige Fotos aus Bonn angesammelt, die wirklich allzu schön geworden sind!
Besonders ist jedes Jahr die Altstadt zur Zeit der Kirschblüte – alle Straßen werden für zwei Wochen in rosa Tunnel verwandelt und von überall her kommen die Leute, um im pinken Blütenregen spazieren zu gehen.
Schöne Momente ergeben sich aber auch sonst sehr oft in Bonn: Am Rheinufer im Sommer, zum Jahrmarkt „Pützchens Markt“ im September, unter dem goldenen Herbstlaub der Platanenallee in Beuel oder hoch oben im Siebengebirge…
Ich finde, jetzt ist es an der Zeit all diesen Fotos auch mal einen kleinen Raum zu geben. Und wer weiß, vielleicht inspiriert es ja den einen oder anderen Besuch im Rheinland.

This post is a selection of photos that I took during my rambles and bikrides across the marvellous city of Bonn.
Too much beautiful and at times almost kitschy. Perhaps, city marketing at its best 😉

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Stockholm Independent Art Fair

Vom 14. bis zum 16. Februar habe ich mit dem S.Y.L.A.NTENHEIM in Stockholm neue Bilder von mir ausgestellt. Die Supermarket – Stockholm Independent Art Fair ist eine sehr gemütliche Kunstmesse: Vor allem geht es um die Gespräche mit anderen Ausstellern. Man tummelt sich bei Performances und moderierten Meetings, trifft viele interessante Menschen und neue Ideen und sieht was andere Galerien, Kunsthäuser und Initiativen so machen und vorhaben.

Hier sind ein paar Eindrücke mit meinen Arbeiten:

Bonga

Im Sommer 2013 war ich für vier Monate im Kaffa Biosphärenreservat in Äthiopien, um dort bei einem Projekt vom NABU (Naturschutzbund Deutschland) mitzuhelfen. 

Eine große, sowohl weite wie auch lange Reise ist sehr eindrucksvoll: Dazu gehören besondere Begegnungen mit Menschen, kleinen und bunten Tieren und Pflanzen aber auch viele schöne Momente, neue Gedanken und Bilder, die einem nachklingen. Es macht Spaß stromaufwärts einfach immer weiter einem Fluss durch den Dschungel zu folgen, beim Wandern komische Blätter und Kräuter am Wegrand zu riechen oder während der Regenzeit ohne Strom nachts unter seinem Moskitonetz zu liegen und sich rundum 700 Quadratkilometer Wald vorzustellen – mit allem was darin lebt, wächst und zuhause ist… Es hat mir unglaublich gut gefallen und ich hätte nie gedacht, dass ich mich dort so zuhause fühlen könnte. 

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Collage mit den Dolomiten (1&2)

Im August habe ich viele Fotos in den Dolomiten gemacht. Jetzt hatte ich diese beiden Abzüge in 20×29 cm. Beide Fotos kann man sich z.B. auf meiner Flickr-Seite anschauen.
Mit einem Skalpell habe ich die obere Fotoschicht angeritzt und abgezogen. Anders als bei den kleinen Fotos, welche ich immer mal wieder mit Aquarell bemalt habe (wie z.B. im letzten Dezember hier geschrieben), ist die offen gelegte Papierfläche jetzt mit einem Pfalzbein geglättet. Zur Stabilität habe ich die Rückseite zweimal grundiert. Das ganze Bild habe ich schließlich mehrmals weiß lasiert und wieder abgewaschen. Mich stört es, wenn die Oberfläche unregelmäßig wird. Wenn man z.B. Tesafilm über das fertige Foto klebt, wirkt es auch sehr einheitlich „aus einem Guss“ und abgeschlossen, tatsächlich wird es aber wegen der Säure im Tesafilm ziemlich schnell anfangen zu gilben. Hier ist nichts geklebt! Ein Materialtipp von Freunden von mir, für alle, die Collagen mit mehreren Materialien (z.B. Zeitungen, Fotos und bunte Papiere etc.) „zusammenkleben“ wollen, wäre an dieser Stelle ACRYLBINDER als Klebemittel.
Nach der Lasur habe ich das Foto gefirnisst und gepresst – jetzt scheint die Oberfläche wieder fast einheitlich.
Ich überlege schon, ob da nicht noch mehr passieren sollte. Möglich wäre z.B. zusätzlich eine Schraffur aus Tusche oder mit Bleistift… Man könnte evtl. noch mehr mit den Fotos experimentieren. Diese beiden Bilder gefielen mir jetzt aber nur mit dem Weiß so gut, dass ich sie abgeschlossen habe.
Sie sehen so aus: