Herbst, Winter und Lichthygiene

Aus der Naturbeobachtung heraus lässt sich jeder Zeit im Jahr eine ganz spezifische Farbpalette zuordnen. Die warmen, goldenen Töne im Spätsommer, die roten und braunen Farben im Herbst, das verwaschene bräunliche Grün der Wiesen – aber auch das gleißende Blau und Weiß der Berge im Winter. Hätten wir nur die Möglichkeit jeden Tag genug Zeit im natürlichen Licht zu verbringen, würden uns das Tageslicht und die Farben der Natur eindrücklich und unserem biologischen Empfinden gemäß durch das Jahr führen. Ich glaube, dass viele seelische Krankheiten der Menschen auch in den katastrophalen Lichtverhältnissen ihrer Umgebung wurzeln. Das Leben in den Städten, in Großraumbüros, immer in voll klimatisierten, künstlich geschaffenen Innenräumen, entspricht nicht unseren natürlichen, gesunden Erwartungen an den Raum. Obwohl sich einige Architekten ehrliche Mühe geben und mit großen Fensterfronten, Lichthöfen und hellen Begegnungsstätten den Arbeitstag gesünder gestalten, spielt das Licht im Alltag für Viele immer noch eine zu gering geachtete Rolle. 
Schlechtes Licht hat Auswirkungen auf die seelische Gesundheit der Menschen. Ich denke, dass sich mit Farben und Licht in Innenräumen, insbesondere dort, wo gelebt und gearbeitet werden soll, viel erreichen lässt und dass das Thema Lichthygiene ein spannendes Gebiet für künstlerische Experimente darstellt. 
Im Folgenden möchte ich zeigen, was man unternehmen könnte und, wie man sogar mit wenig Aufwand erträgliche Lichtverhältnisse an seinem Arbeitsplatz schaffen kann. So denke ich mir im Moment zwei Lösungen: 
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Eine kleine Idee, wie man in Zukunft die Textverarbeitung weiter vereinfachen könnte

Wenn man ein Wort nicht kennt, Synonyme sucht oder nicht sicher ist, wie man etwas schreibt bzw. einen ganzen Satz formulieren soll, sucht man oft dazu im Internet oder versucht sich via Google zu inspirieren. Beispielsweise gibt man eine Möglichkeit bei Google ein und vergleicht dann in den Ergebnissen die Alternativen. Man sieht auch an den Ergebnissen der Suche, ob der Satz relevant ist, oft vorkommt und von seriösen, anerkannten Quellen verwendet wird oder ob man ähnliche Ergebnisse nur vereinzelt, in skurrilen Kommentaren und mit etlichen Rechtschreibfehlern findet. Google korrigiert außerdem auch jetzt schon automatisch Eingabefehler und findet ja überwiegend relevante Ergebnisse. 

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RGB als Instrument der Phänomenologie

Hier kommt eine kleine Abhandlung über die Notwendigkeit von Rot, Gelb und Blau (RGB). Die Idee habe ich schon etwas länger; sie war eigentlich sogar in dem Sinne gemeint, dass ein Bild nur dann vollkommen sein kann, wenn es die wesentlichen Qualitäten von Rot, Gelb und Blau in sich vereint. An dieser Stelle möchte ich aber, weniger provokativ, zunächst nur einen Ansatz schildern: Eine Methode, wie man aus den Qualitäten der Farben eines Objektes heraus Rückschlüsse ziehen kann und damit ein Instrument erhält, um seine Umwelt, und vor allem Bilder, ganz neu zu entdecken. 
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Farbstudien: Schichten & Ebenen

Leuchtende Farben, persönliche Farben, einzigartige Farbtöne, geheimnisvolle Farbtiefen und unterschiedliche Bild- und Glanzwerte… All das ist sehr gut durch Schichten von Farben zu erreichen. Lasierende Farben werden intensiver, wenn man sie schichtet.

Ich habe mit Aquarell ein paar kleine Farbstudien gemacht, um für mich kühle und warme Farbtöne besser auszumachen und auch, weil ich wirklich angenehm überrascht war, wie sehr sich die Leuchtkraft der Farben steigert, wenn man sie schichtet.

Nach diesen Farbstudien und auch in Anlehnung an das Bild Aeronaves, habe ich im Februar mit hellen, teilweise lasierenden Ölfarben auf Leinwand ein größeres Format (70×90 cm) gemalt.

Wellen unter schmelzendem Eis

En passant habe ich ein kleines Video gemacht: Eigentlich wurde ich durch die sehr feinen, glucksenden und zirpenden Geräusche angelockt – es wäre lustig das schmelzende Eis einmal mit besserer Ausrüstung aufzunehmen…
Hier trifft eine dünne schmelzende Eisschicht am Ufer auf kleine Wellen

Collage mit den Dolomiten (1&2)

Im August habe ich viele Fotos in den Dolomiten gemacht. Jetzt hatte ich diese beiden Abzüge in 20×29 cm. Beide Fotos kann man sich z.B. auf meiner Flickr-Seite anschauen.
Mit einem Skalpell habe ich die obere Fotoschicht angeritzt und abgezogen. Anders als bei den kleinen Fotos, welche ich immer mal wieder mit Aquarell bemalt habe (wie z.B. im letzten Dezember hier geschrieben), ist die offen gelegte Papierfläche jetzt mit einem Pfalzbein geglättet. Zur Stabilität habe ich die Rückseite zweimal grundiert. Das ganze Bild habe ich schließlich mehrmals weiß lasiert und wieder abgewaschen. Mich stört es, wenn die Oberfläche unregelmäßig wird. Wenn man z.B. Tesafilm über das fertige Foto klebt, wirkt es auch sehr einheitlich „aus einem Guss“ und abgeschlossen, tatsächlich wird es aber wegen der Säure im Tesafilm ziemlich schnell anfangen zu gilben. Hier ist nichts geklebt! Ein Materialtipp von Freunden von mir, für alle, die Collagen mit mehreren Materialien (z.B. Zeitungen, Fotos und bunte Papiere etc.) „zusammenkleben“ wollen, wäre an dieser Stelle ACRYLBINDER als Klebemittel.
Nach der Lasur habe ich das Foto gefirnisst und gepresst – jetzt scheint die Oberfläche wieder fast einheitlich.
Ich überlege schon, ob da nicht noch mehr passieren sollte. Möglich wäre z.B. zusätzlich eine Schraffur aus Tusche oder mit Bleistift… Man könnte evtl. noch mehr mit den Fotos experimentieren. Diese beiden Bilder gefielen mir jetzt aber nur mit dem Weiß so gut, dass ich sie abgeschlossen habe.
Sie sehen so aus:

Kitschy art

Recently, on the internet …

platanenallee

MK: You know the matter of Kitsch is that, it’s bloody beautiful but empty! like 100 other beautiful meaningless things that we know! There is no depth no meaning, no question no answer. It’s just what it is and it’s beautiful with no doubt, but empty!

BB: emptiness is at least honest. i can see beauty in emptiness. but it also scares us. we like to see meaning in the world, but if there isn’t, it’s not less beautiful.

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Profil bei Saatchi Art

Seit heute habe ich eine „gallery“ bei Saatchi Art. Dort kann man einige – im Moment 25 – meiner Bilder, Zeichnungen und Leinwände kaufen. Vielleicht ist das ja eine sinnvolle Sache. Gar nicht überzeugt hat mich die Möglichkeit auch digitale Drucke zu kaufen. So ein Leinwand-Druck im Zimmer ist doch einfach nur traurig – vor allem wenn man Originale haben kann!

Meine Arbeiten bei Saatchi kann man hier anschauen: Georg Cevales bei Saatchi Art