Stockholm Independent Art Fair

Vom 14. bis zum 16. Februar habe ich mit dem S.Y.L.A.NTENHEIM in Stockholm neue Bilder von mir ausgestellt. Die Supermarket – Stockholm Independent Art Fair ist eine sehr gemütliche Kunstmesse: Vor allem geht es um die Gespräche mit anderen Ausstellern. Man tummelt sich bei Performances und moderierten Meetings, trifft viele interessante Menschen und neue Ideen und sieht was andere Galerien, Kunsthäuser und Initiativen so machen und vorhaben.

Hier sind ein paar Eindrücke mit meinen Arbeiten:

Bonga

Im Sommer 2013 war ich für vier Monate im Kaffa Biosphärenreservat in Äthiopien, um dort bei einem Projekt vom NABU (Naturschutzbund Deutschland) mitzuhelfen. 

Eine große, sowohl weite wie auch lange Reise ist sehr eindrucksvoll: Dazu gehören besondere Begegnungen mit Menschen, kleinen und bunten Tieren und Pflanzen aber auch viele schöne Momente, neue Gedanken und Bilder, die einem nachklingen. Es macht Spaß stromaufwärts einfach immer weiter einem Fluss durch den Dschungel zu folgen, beim Wandern komische Blätter und Kräuter am Wegrand zu riechen oder während der Regenzeit ohne Strom nachts unter seinem Moskitonetz zu liegen und sich rundum 700 Quadratkilometer Wald vorzustellen – mit allem was darin lebt, wächst und zuhause ist… Es hat mir unglaublich gut gefallen und ich hätte nie gedacht, dass ich mich dort so zuhause fühlen könnte. 

„Bonga“ weiterlesen

S.Y.L.A. NTENHEIM Header

Vernissage: Aus heiterem Himmel

Am Freitag, 8. März, war die Eröffnung meiner Ausstellung 

„Aus heiterem Himmel“. 

Die Ausstellung mit über 100 neuen Arbeiten (Aquarell und Öl/Leinwand) war bis zum 15. März im S.Y.L.A.NTENHEIM, in der Maxstrasse 55 in Bonn.

Das S.Y.L.A.NTENHEIM (http://www.aggregat55.de/gallery.html) ist eine von einem guten Freund von mir ermöglichte freie Ausstellungsfläche in Bonn, wo grundsätzlich jede Person oder Gemeinschaft „Sylarecht“ für seine Kunst beantragen kann.
S.Y.L.A. steht für Support Your Local Artist.

Ich freue mich, dass so viele da waren! Das hätte ich wirklich nicht gedacht und es hat viel Spaß gemacht! Vielen Dank!

Hier sind ein paar Eindrücke von der Vernissage. Fotos mit freundlicher Erlaubnis von Harmen Henne: 

Herbst, Winter und Lichthygiene

Aus der Naturbeobachtung heraus lässt sich jeder Zeit im Jahr eine ganz spezifische Farbpalette zuordnen. Die warmen, goldenen Töne im Spätsommer, die roten und braunen Farben im Herbst, das verwaschene bräunliche Grün der Wiesen – aber auch das gleißende Blau und Weiß der Berge im Winter. Hätten wir nur die Möglichkeit jeden Tag genug Zeit im natürlichen Licht zu verbringen, würden uns das Tageslicht und die Farben der Natur eindrücklich und unserem biologischen Empfinden gemäß durch das Jahr führen. Ich glaube, dass viele seelische Krankheiten der Menschen auch in den katastrophalen Lichtverhältnissen ihrer Umgebung wurzeln. Das Leben in den Städten, in Großraumbüros, immer in voll klimatisierten, künstlich geschaffenen Innenräumen, entspricht nicht unseren natürlichen, gesunden Erwartungen an den Raum. Obwohl sich einige Architekten ehrliche Mühe geben und mit großen Fensterfronten, Lichthöfen und hellen Begegnungsstätten den Arbeitstag gesünder gestalten, spielt das Licht im Alltag für Viele immer noch eine zu gering geachtete Rolle. 
Schlechtes Licht hat Auswirkungen auf die seelische Gesundheit der Menschen. Ich denke, dass sich mit Farben und Licht in Innenräumen, insbesondere dort, wo gelebt und gearbeitet werden soll, viel erreichen lässt und dass das Thema Lichthygiene ein spannendes Gebiet für künstlerische Experimente darstellt. 
Im Folgenden möchte ich zeigen, was man unternehmen könnte und, wie man sogar mit wenig Aufwand erträgliche Lichtverhältnisse an seinem Arbeitsplatz schaffen kann. So denke ich mir im Moment zwei Lösungen: 
„Herbst, Winter und Lichthygiene“ weiterlesen

Eine kleine Idee, wie man in Zukunft die Textverarbeitung weiter vereinfachen könnte

Wenn man ein Wort nicht kennt, Synonyme sucht oder nicht sicher ist, wie man etwas schreibt bzw. einen ganzen Satz formulieren soll, sucht man oft dazu im Internet oder versucht sich via Google zu inspirieren. Beispielsweise gibt man eine Möglichkeit bei Google ein und vergleicht dann in den Ergebnissen die Alternativen. Man sieht auch an den Ergebnissen der Suche, ob der Satz relevant ist, oft vorkommt und von seriösen, anerkannten Quellen verwendet wird oder ob man ähnliche Ergebnisse nur vereinzelt, in skurrilen Kommentaren und mit etlichen Rechtschreibfehlern findet. Google korrigiert außerdem auch jetzt schon automatisch Eingabefehler und findet ja überwiegend relevante Ergebnisse. 

„Eine kleine Idee, wie man in Zukunft die Textverarbeitung weiter vereinfachen könnte“ weiterlesen

RGB als Instrument der Phänomenologie

Hier kommt eine kleine Abhandlung über die Notwendigkeit von Rot, Gelb und Blau (RGB). Die Idee habe ich schon etwas länger; sie war eigentlich sogar in dem Sinne gemeint, dass ein Bild nur dann vollkommen sein kann, wenn es die wesentlichen Qualitäten von Rot, Gelb und Blau in sich vereint. An dieser Stelle möchte ich aber, weniger provokativ, zunächst nur einen Ansatz schildern: Eine Methode, wie man aus den Qualitäten der Farben eines Objektes heraus Rückschlüsse ziehen kann und damit ein Instrument erhält, um seine Umwelt, und vor allem Bilder, ganz neu zu entdecken. 
„RGB als Instrument der Phänomenologie“ weiterlesen

Farbstudien: Schichten & Ebenen

Leuchtende Farben, persönliche Farben, einzigartige Farbtöne, geheimnisvolle Farbtiefen und unterschiedliche Bild- und Glanzwerte… All das ist sehr gut durch Schichten von Farben zu erreichen. Lasierende Farben werden intensiver, wenn man sie schichtet.

Ich habe mit Aquarell ein paar kleine Farbstudien gemacht, um für mich kühle und warme Farbtöne besser auszumachen und auch, weil ich wirklich angenehm überrascht war, wie sehr sich die Leuchtkraft der Farben steigert, wenn man sie schichtet.

Nach diesen Farbstudien und auch in Anlehnung an das Bild Aeronaves, habe ich im Februar mit hellen, teilweise lasierenden Ölfarben auf Leinwand ein größeres Format (70×90 cm) gemalt.